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Yoga Kundalini, Kundalini Erweckung

Was ist die Kundalini?


Kundalini Yoga


Kundalini-Erweckung praktisch


Kundalini erwecken – gefährlich?




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Was ist die Kundalini?


Kundalini ist ein in der Esoterik-Szene häufig verwendeter Begriff, der übersetzt so viel wie Schlangenkraft bedeutet. Kundalini bezeichnet eine dem chinesischen Chi ähnliche Lebenskraft, die in der Regel unentfaltet wie eine zusammengerollt schlafende Schlange am Steißbein, dem unteren Ende der Wirbelsäule, ruht. Die Lehre von der Kundalini ist untrennbar verbunden mit den Chakras, feinstofflichen Energiezentren am bzw. im Körper. In der Steißbeingegend befindet sich das unterste Chakra, das Wurzelchakra; dort ruht die Kundalini. Die Kundalini ist nicht gleichbedeutend und identisch mit der sexuellen Energie, aber sie äußert sich ganz wesentlich als sexuelle Energie, die im ersten und zweiten Chakra sitzt, also eben auch im Wurzelchakra.

Das Ziel besteht darin, die Kundalini zu erwecken, ihren Aufstieg vom Wurzelchakra bis in die höheren Chakras zu erreichen, z.B. durch Kundalini-Yoga. Die Kundalini-Energie entrollt sich hierbei wie eine sich bewegende Schlange und gelangt an der Wirbelsäule entlang nach oben, bis ins höchste Chakra, das Kronenchakra. Dort angekommen bewirkt sie einen höheren Bewusstseinszustand, der bisweilen in der Literatur m.E. etwas voreilig als Erleuchtung bezeichnet wird. Im Idealfall aktiviert die Kundalini bei ihrem Aufstieg alle sieben Hauptchakras und vermag tatsächlich dem traditionellen Ziel der Erleuchtung dienen. In der Praxis ist das die extrem seltene Ausnahme. Die Kundalini mag aufsteigen, aber oft geschieht das nur bis zum zweiten, dritten oder vierten Chakra und auch das nur kurzfristig. Selbst der Aufstieg bis ins oberste Kronenchakra verspricht noch lange kein göttliches Einheitserlebnis. Es kommt viel darauf an, WIE das geschieht, wie kontrolliert und ob tatsächlich alle Chakras einerseits zwar erfasst werden, aber andererseits keine reibenden Widerstände leisten.

Die Kundalini erwecken ist eine langfristige Aufgabe, die an sehr viel mehr Voraussetzungen gebunden ist, als Kundalini-Therapeuten/Lehrer oder auch oberflächliche Bücher meist behaupten. Es gehört auch mehr dazu, als nur Kundalini-Yoga oder Meditation zu betreiben. Kundalini-Yoga mag ein wichtiges Element sein, doch die Kundalini erwecken und aufsteigen lassen erfordert tiefgehende psychologische und spirituelle Prozesse. Mein Buch über Liebe und Sexualität ist in vielerlei Hinsicht auch eines über die aufsteigende Kundalini, da es um die Verwandlung von sexueller Energie in Liebe geht. Es beschäftigt sich neben den allerorts einseitig betonten energetischen Aspekten aber vor allem mit den parallel dazu verlaufenden, übergeordneten psychologischen und spirituellen Entwicklungen. Ohne Bewusstseinsarbeit können Sie keine Kundalini erwecken, Aufstieg und Erweckung der Kundalini sind keine reine Energiearbeit. Wenn Sie sich selbst wegen z.B. gewisser elterlicher Prägungen einer höheren Energie und Liebe unbewusst für unwürdig halten, wird die Energie spätestens im Herzchakra blockiert sein. Wer sexuelle Gewalt erfahren hat, dessen Energie blockiert durch das psychische Trauma bereits in den unteren Chakras. Mit Übungen allein lässt sich daran nichts ändern, die Erweckung bedarf eines begleitenden inneren Prozesses. Erweckung und Aufstieg der Kundalini ist immer ein zweiseitiger Prozess aus Energie und geistig-seelischer Entwicklung. Kundalini-Yoga ist eine hervorragende Idee, aber belassen Sie es nicht bei den diversen Übungen.

                 
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Kundalini Yoga


Der bereits angesprochene Kundalini-Yoga hilft bei der Kundalini-Erweckung. Das traditionelle und ursprüngliche Ziel ist wie schon erwähnt der Aufstieg der Kundalini bis ins höchste Chakra, sprich Erleuchtung zu erlangen. In der Praxis geht es für den europäischen Durchschnittsbürger allerdings eher darum, seine Gesundheit und Gemütszustand zu verbessern. Der Kundalini-Yoga bedient sich verschiedener Übungen und der Meditation. Neben Visualisierungen üben die Kandidaten z.B. mit Mantras, also bestimmten Kraftlauten, z.B. "Ram" oder "Sat Nam". Mantren fördern die innere Fokussierung, die Klangschwingungen beeinflussen darüber hinaus aber auch direkt das Nervensystem und den Energiefluss. Im Prinzip genau wie Musik, die neben ihren angenehmen Wirkungen auf Gefühle sogar zur Therapie eingesetzt werden kann. Zu den Übungen des Kundalini-Yoga gehören des Weiteren Asanas, das sind bestimmte Körperhaltungen. Am bekanntesten ist der Lotussitz, die gymnstische Kerze und der Kopfstand. Zur Praxis des Kundalini-Yoga zählen schließlich noch verschiedene Atemübungen – Pranayama – und Mudras, das sind Handstellungen, die den Energiefluss begünstigen.

Kundalini-Yoga ist keine Religion, Angehörige aller Glaubensrichtungen betreiben Kundalini-Yoga. Andererseits ist nicht nur Kundalini-Yoga, sondern Yoga generell eigentlich und ursprünglich sehr viel mehr als nur ein Übungssystem. Yoga ist eine Philosophie, ein spiritueller way of life, der die Entwicklung zum Göttlichen hin beinhaltet. Im Westen vernachlässigen Lehrer und Übende dies sehr häufig. Dabei könnte gerade an dieser Stelle der von mir oben erwähnte Mangel an psychologisch-spiritueller Begleitung behoben werden. Der stärkeren Betonung von Philosophie, spiritueller Lebenseinstellung und veränderter Lebensführung bedarf es noch aus einem zweiten Grund. Es ist Teil des Kundalini-Yoga, die Erweckung der Kundalini durch eine "Reinigung von Körper und Geist" vorzubereiten. Wenngleich meist vernachlässigt, ist der nicht-übende Anteil am Kundalini-Yoga, das Denken und psychologische Fühlen, genau genommen also bereits ein Bestandteil der Lehre. Ein Element, ohne das Übungen und das Ziel der Erweckung der Kundalini schwerlich gelingen. Die Begründer des Kundalini-Yoga haben diese letztlich schlicht praktische Notwendigkeit durchaus erkannt. Die Frage bleibt allerdings, wie sehr und auf welche Weise der moderne Europäer dies verwirklicht. Insbesondere der psychologisch-seelische Aspekt bleibt regelmäßig außen vor.

                 
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Kundalini-Erweckung praktisch


Wie macht sich eine aufsteigende Kundalini bemerkbar, welche Schwierigkeiten können hierbei auftreten, wie geht man damit um? Wie schnell oder langsam sollte man seine Kundalini erwecken? Weniger die anfängliche Erweckung der Kundalini als vielmehr ihr vitaler Aufstieg in höhere Chakras ist nicht ganz ungefährlich für Körper und Psyche. Nicht wenige der heute Übenden haben in früheren Leben entsprechende schlechte Erfahrungen mit ihrer sexuellen Energie gemacht. Bei anderen ereignete sich sexueller Missbrauch im jetzigen Leben. Befassen Sie sich also mit diesen Fragen, bevor Sie loslegen oder halten Sie sich an erfahrene Lehrer für Kundalini-Yoga. Das Betreiben von Kundalini-Yoga begünstigt einen kontrollierten Aufstieg, aber jede Kundalini-Erweckung beschert teilweise unangenehme Wirkungen, mit oder ohne Yoga.

Der Aufstieg der Kundalini zeigt sich in einer ganzen Reihe von Erscheinungen, die individuell variieren, körperliche und psychisch-emtionale. Wärme- und Kälteempfindungen; Druck, Zug, Kitzeln oder Stechen in den Chakras, nervöser Zappelphilipp, muskuläres Kraft- und Fitnessgefühl, Muskelzuckungen und Schmerzen wären die wichtigsten körperlichen Kennzeichen einer aufsteigenden Kundalini. Bedenken Sie hierbei immer, dass die Kundalini-Energie sich vor allem über das Nervensysten bewegt, die Wirbelsäule mit ihrem Rückenmark und das Gehirn oben sind nicht zufällig aussagekräftige Symbole für die entfaltete, erweckte Kundalini bzw. entrollte Kundalini-Schlange. Darüber hinaus verzweigt sich das periphere Nervensystem über Muskeln und Haut auf den gesamten Körper. Mit ein wenig medizinischem Verständnis erklären sich viele Wirkungen als durchaus naheliegend und nachvollziehbar.

Die Kundalini erwecken heißt immer auch psychische Wirkungen erzeugen. Die Stimmung geht merklich nach oben, aber auch oft in den Keller. Manche erleben Visionen und ungewöhnliche Träume, fühlen sich im wahrsten Sinne des Wortes erhöht, aber oft auch unsicher und verlieren den Boden unter den Füßen. Hier offenbart sich ein weiterer Grund für psychologische Begleitung und Verarbeitung des Erlebten. Die aufsteigende Kundalini löst und aktiviert eben nicht nur energetische Blockaden, sondern auch emotionale Blockaden, Ängste, unbewusste Wünsche und Schmerzerlebnisse. Ständig wird im Rahmen von Kundalini-Yoga mit dem Begriff der Ganzheitlichkeit geprotzt, aber wenn die zum Körper parallel ausgelösten seelischen Veränderungen auftreten, dann mangelt es entsprechender Begleitung und Unterstützung. Die Psyche bleibt weitgehend außen vor. Häufig werden solche Erscheinungen als Wachstumsschmerzen und Reinigungsprozesse abgetan. Das ist ja durchaus richtig, aber eine korrekte Erklärung entbindet noch nicht von der Notwendigkeit und Verantwortung für eine psychologisch professionelle Unterstützung.

Hinzu kommt, nicht alles lässt sich mit den Erfahrungen anderer vergleichen. Jeder erlebt bis zu einem gewissen Grade seine ganz eigene Kundalini-Erweckung. Was hängt mit der Kundalini zusammen und was nicht? Vielleicht verwechselt jemand Krankheitssyptome mit Erscheinungen seiner erweckten Kundalini. In meinem Buch beschreibe ich meine eigenen Erfahrungen und Erscheinungen bei einem vier Wochen lang anhaltenden Aufstieg der Kundalini. Es ist kein Buch über Kundalini-Yoga, aber gibt dem Leser eine gute Orientierung.

                 
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Kundalini erwecken – gefährlich?


Die sexuelle Energie bzw. Kundalini ist eine äußerst mächtige Kraft, seine Kundalini erwecken heißt, einen schlafenden Tiger zu wecken. Das KANN durchaus gefährlich sein. Eine unkontrolliert aufsteigende Kundalini kann Sie u.U. ins Krankenhaus bringen. In der Praxis ist dies recht selten und die Verbreitung des Kundalini-Yoga hat daran ihren Verdienst, aber unterschätzen Sie niemals die Kundalini-Energie und lassen Sie sich Zeit. Sie ist die Lebens- und Schöpferkraft schlechthin. Vermutlich nur sehr wenige sind sich ihrer tiefsten Implikationen bewusst. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, aber ich verstehe die Kundalini als die Kraft, die uns vom Himmel auf die Erde gebracht hat und als aufsteigende Kundalini wieder dorthin zurückbringt.

Sie wollen ihre Kundalini erwecken? Dann machen Sie erstens Übungen – z.B. aus dem Kundalini-Yoga – und widmen sich zweitens Ihren nicht-körperlichen, aber dem Körper übergeordneten Energien. Ich spreche von Ihren Gefühlen, Wüschen, Ängsten, der Psyche.
Neben dem eigentlichen Übungszweck, die sexuelle Energie bzw. Kundalini zu erwecken, haben Übungen einen weiteren, fast vollständig vernachlässigten Vorteil: Sie konfrontieren Sie mit Ihren psychischen Problemfeldern, den tieferen Ursachen für den bislang fehlenden Kundalini-Aufstieg. Dann liegt es bei Ihnen, ob Sie bereit sind, daran zu arbeiten oder weiter nur "Gymnastik" machen wollen. Übungen besitzen noch einen weiteren Vorteil, nämlich die schrittweise Herstellung sicherer Strukturen und Bahnen, mittels derer die Kundalini aufsteigen kann. Jede Übung gräbt ein Muster, körperlich und psychisch und Sie brauchen konstruktive Muster, anhand derer die Energie kanalisiert fließen kann.

Fließende Energie ist ein gutes Stichwort. Energie muss fließen, das ist sowohl ihr Geburts- und Wesensrecht als auch eine Notwendigkeit für Gesundheit und Kundalini-Aufstieg. Die Kundalini-Erweckung ist genau genommen nur der Anfang, sie zu erwecken genügt nicht, sie muss kontrolliert fließen. Zunächst muss sie erst mal fließen, sonst herrscht Energiemangel. Wenn die Kundalini – oder jede andere Energie – fließt, stellt sich dann aber die Frage, wie gut und wohin sie fließt. Erfasst sie alle Chakras und jedes Chakra möglichst vollständig? Wo ist eine Blockade, die zu einer Umleitung führt? Schießt die Kundalini unkontrolliert durch und verursacht Schäden? Der sicherste Weg für eine konstruktive Kundalini-Erweckung bzw. Kundalini-Aufstieg ist die Liebe, Ihre Liebesfähigkeit. Darum kümmert sich leider keine Schule für Kundalini-Yoga, vielleicht ist das auch zu viel verlangt. Doch die Liebe in Ihrem Herzen ist der beste Lenker der Kundalini. Verbindet Sie ein Band der Liebe mit einer Partnerin, so schützt Sie dies daher in gewisser Weise vor unkontrollierten Entladungen der Kundalini. Was zählt, ist die Liebe, ob es sich um die oft diskutierte Dualseele handelt oder einen Seelenpartner, ist nicht wirklich wichtig.


Bei Interesse an meinem Buch über Sexualität, Liebe und Spiritualität orientieren Sie sich am besten bei den nachfolgenden Buch-Links unten.

                 
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