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Sexuelle Gewalt und Vergewaltigung:
psychologisch-spirituelle Sicht

Krankheit und Gesundheit, spirituelle Therapie

Sexuelle Gewalt


Vergewaltigung, Opfer und Täter


Vergewaltigung und Hilfe




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Buch, Sexualität und LiebeSexuelle Gewalt, Missbrauch, Hilfe




 

Sexuelle Gewalt


Sexueller Missbrauch und sexuelle Gewalt meinen prinzipiell das Gleiche. Sexuelle Gewalt mag schlimmer klingen, aber sexueller Missbrauch beinhaltet sexuelle Gewalt und zieht daher erhebliche Strafen nach sich. Sexuelle Gewalt assoziiert natürlich sofort Vergewaltigung, doch diese ist nach dem Gesetz sexueller Missbrauch, eine Form des sexuellen Missbrauchs. In rechtlichen Zusammenhängen hören Sie daher in der Regel vom harmloser anmutenden "sexuellen Missbrauch", während die Mehrheit begrifflich eher "sexuelle Gewalt" verwendet. Seltener bevorzugen insbesondere Opfer den Begriff der sexuellen Ausbeutung. Psychologisch interessant sind die bevorzugten Ausdrücke von sowohl Täter als auch Opfer insofern, als sie gewisse Hinweise auf das Selbstverständnis und das vergangene Erleben der Gewalt, ihre Rolle und heutigen Perspektive dazu geben.

Sexuelle Gewalt liegt immer dann vor, wenn das Opfer gegen bzw. ohne seinen Willen sexuelle Handlungen erfährt. Die Ausdrücke Opfer bzw. Täter verraten wie bei vielen Straftaten das Thema der Macht und des Willens. Dem Opfer gelingt es nicht, seine sexuelle Selbstbestimmung zu wahren und bräuchte entsprechende Hilfe, der Täter übertreibt seine sexuelle Selbstbestimmung, indem er die des Opfers ignoriert und Gewalt einsetzt. Sexuelle Gewalt ist nicht nur wie oben festgestellt sexueller Missbrauch, sondern auch Macht- und Willensmissbrauch. Der Täter hat zu viel davon, das Opfer zu wenig. Besonders deutlich zeigen sich die unausgeglichenen Machtverhältnisse und Willenskräfte bei der Vergewaltigung. Das Opfer will sich wehren und kann es theoretisch auch, aber es reicht einfach nicht in der Umsetzung. Das Opfer muss sich dem Täter und dessen Stärke ergeben. Ein solches Erlebnis von Ohnmacht und nicht gelingender Selbstbestimmung bzw. Willensausübung ist ein großes Trauma, verstärkt durch den Einbruch in das Intimste und Persönlichste des Menschen.

Im Hinblick auf den Willen und des sich Wehrens erschwert ein besonderer Umstand die Situation für die Opfer: Sehr häufig stammen die Täter aus der eigenen Familie oder Verwandtschaft. Vor allem wenn sexueller Missbrauch Kinder betrifft, findet dies sehr häufig in der Familie bzw. Verwandtschaft statt. Wille und Macht stehen Kindern naturgemäß kaum zur Verfügung – zumindest nicht in sexueller Hinsicht.
Speziell Vergewaltigungen ereignen sich oftmals in der Ehe, also zwischen Ehepartnern, in der Regel ist der Mann der Täter und die Frau das Opfer. Die vermutete Dunkelziffer bei Vergewaltigung in der Ehe ist sehr hoch und verrät, wie schwer es dem Opfer situationsbedingt in einer Ehe fällt, seinem Selbstbestimmungsrecht Ausdruck zu verleihen. Die Betroffenen brauchen Unterstützung und Hilfe nicht zuletzt beim Entwickeln größerer Ich-Stärke.

                 
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Vergewaltigung, Täter und Opfer


In Anlehnung an mein Buch, das sich als psychologisch-spiritueller Wegbegleiter versteht, möchte ich mich dem Thema der Vergewaltigung noch etwas tiefgründiger nähern. Zum einen im Hinblick auf den freien Willen, zum anderen auf das für sexuelle Gewalt typische Verhältnis von Opfer und Täter.
Glauben Sie an Reinkarnation? Für mich gibt es keinen Zweifel daran, dass wir alle viele Leben leben. Reinkarnation erklärt außerdem sehr vieles, was sonst nur schwer zu verstehen wäre, insbesondere im Hinblick auf göttliche Gerechtigkeit. Die Philosophie der Reinkarnation leistet außerdem großartige Hilfe zum Verstehen des tieferen Sinns des Verhältnisses von Opfer und Täter. Opfer und Täter kennen sich häufig bereits, weil wie oben erwähnt sexuelle Gewalt oft in der Familie stattfindet. Sie kennen sich aber darüber hinaus auch aus einem früheren Leben bzw. mehreren und sind karmisch verstrickte Seelenpartner. Oftmals waren die Rollen im früheren Leben vertauscht, der heutige Täter war damals das Opfer in einer ähnlichen Tat. Es muss nicht Vergewaltigung gewesen sein, aber vermutlich betraf es sexuelle Gewalt in irgendeiner Form. Der Rollen werden getauscht, damit beide Seiten beides erfahren, beide sollen Opfer und Täter einer Vergewaltigung bzw. körperlicher Gewalt sein. Nicht, weil die universellen Lebensgesetze Zahn um Zahn fordern, sondern weil beide "ganz" werden sollen und nur so den Kreislauf aus Opfer und Täter verlassen können. Nur so wächst in beiden Seelen das heran, was sie das Muster der Vergewaltigung überwinden lässt: Mitgefühl und Liebe.

Bei allen Verbrechen, die sich der Gewalt bedienen und bei denen sich das Opfer einem Täter gegenübersieht, spielt wie bereits erwähnt der Wille und die Macht zur Willensausübung eine große Rolle. Was sich bei einer Vergewaltigung in der Rechtsterminologie "sexuelle Selbstbestimmung" nennt, fußt letztlich auf dem freien Willen, den jeder Mensch hat. Sein göttliches Recht auf freien Willen, das er zusätzlich zu seinem menschlich-legalen Recht besitzt. Eine Vergewaltigung bzw. der Täter verletzt also nie nur ein gesetzliches Recht. Hinter allen Gesetzen ruhen letztlich höhere Werte und viele davon sind religiöser Natur. Es lohnt sich, hinter den Buchstaben des Gesetzes zu schauen und religiös-ethische Werte zu entdecken, nicht nur im Falle von Vergewaltigung bzw. sexuelle Gewalt. Reflektieren Sie die jeweiligen höheren Werte in ihrer Bedeutung für das Opfer und unsere Gesellschaft im Allgemeinen. Sie begreifen dann die tieferen Implikationen, die nicht nur sexuelle Gewalt in Form einer Vergewaltigung mit sich bringt. Das Studium der religiös-ethischen Hintergründe ist eine Hilfe für Ihre persönliche Entwicklung.

                 
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Vergewaltigung und Hilfe


Das Opfer einer Vergewaltigung braucht Hilfe, keine Frage. Die Tat hinterlässt ein Trauma, an dem die meisten ihr ganzes Leben zu kauen haben. Je jünger das Opfer, desto schwerer sind in der Regel die Folgen. Welche Form der Hilfe ist nun die beste und effektivste für das Opfer? Genau genommen braucht auch der Täter Hilfe, doch soll uns hier nur das Opfer interessieren. Wie überwindet ein Opfer von Vergewaltigung das Trauma, wie heilen die schweren Wunden, die die sexuelle Gewalt geschlagen haben?

Neben der schwierigen, aber unvermeidlichen Auseinandersetzung mit den bei der Vergewaltigung entstandenen Gefühlen muss das Opfer lernen, sein Anrecht auf freien Willen, Selbstbestimmung und Selbstschutz lernen. Die Hilfe für die Opfer besteht u.a. häufig darin, sich stärker zu wehren und nein sagen zu lernen. Hilfe zur Selbsthilfe ist immer eine gute Idee. Psychologisch gesehen liegt aber der Kern des Problems bei Betroffenen von Vergewaltigung und sexueller Gewalt nach meiner Erfahrung woanders. Die Wurzel liegt in etwas, das die zentrale Voraussetzung für die aktiv bestimmte Selbsthilfe und wehrhafte Willensäußerung ist: Selbstannahme und Selbstliebe. Das Opfer muss lernen, sich der Verteidigung und Willensäußerung für wert zu halten; dies bietet die größte Hilfe bei der Verarbeitung des Traumas. Das – wenngleich unfreiwillige – Zulassen der Vergewaltigung drückt immer auch ein geringes Selbstwertgefühl aus. Das Opfer ist unfähig, sich für sich selbst genug einzusetzen, weil es tief innerlich nicht zu seinem Wesen steht. Die sexuelle Gewalt bzw. der Täter findet auch deshalb ein Opfer, weil die mangelnde Selbstannahme unbewusst die Selbstbehauptungskräfte schwächt. Egal, ob Selbsthilfegruppe oder Psychotherapie, die beste Hilfe stellt eine verbesserte Selbstannahme und Selbstliebe dar. Sie schützt davor, zukünftig erneut sexuelle Gewalt zu erfahren.
Ein anderer Weg stellt die Verbindung mit den spirituellen Mächten dar, Näheres unter Christusliebe und Jesus Christus Gottes Sohn.


Bei Interesse an meinem Buch über Sexualität, Liebe und Spiritualität orientieren Sie sich am besten bei den nachfolgenden Buch-Links unten.

                 
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