Die MotivationBücher werden aus vielen Gründen geschrieben, von reiner Selbstbestätigung und Karriere-Träumen über Weitergabe von Expertenwissen bis hin zum professionellen Gelderwerb. Was mich angeht, ich wusste schon immer, dass ich mal ein Buch schreiben würde, zumal ich immer gern geschrieben habe. Ich ahnte allerdings nicht, dass darin das Wort Sex bzw. Sexualität gefühlte 5000 Mal vorkommen würde. Nun ja, es geht im Buch nicht nur um Sexualität, sondern auch um dessen höhere Formen der Liebe und um eine spirituell-psychologische Entwicklungsreise. Das sind alles Themen, die mich als spirituell orientierter Psychotherapeut (HPG) und Lebensberater privat und beruflich zeitlebens stark beschäftigten. Alles hat seine Zeit, das lehrt nicht zuletzt die leider nur selten anzutreffende seriöse Astrologie. Als mich immer wieder mal Leser meiner Website www.der-weg-nach-hause.de ansprachen, ob und wann es ggf. mal ein Buch zur Website geben würde, nahmen meine Pläne schließlich konkrete Gestalt an. Ich begann mich in einem Forum zu informieren, auf welchen Wegen ein Buch entstehen kann. Von den drei Möglichkeiten der Verlagssuche, BOD und Selbstverlag entschied ich mich für den Selbstverlag. Hätte ich gewusst, wie viel Arbeit das erste Buch für einen Autoren- und Verlegerneuling machen kann, vielleicht wäre es doch BOD geworden. Ein anderer Verlag kam hingegen nie in Frage. In dem Buch steckt mein Herzblut, viel Persönliches und ich wollte mir in keinster Weise reinreden lassen, ob Inhalt, Titel, Cover oder Preis. Die durchschnittlich 5 % Autorenbeteiligung am Buchpreis und die häufig lange Suche nach einem willigen Verlag schreckten mich ebenfalls ab. Ein sogenannter Druckkostenzuschussverlag schied ebenso schnell aus. Viele neue HerausforderungenDas Schreiben selbst war in dem fast 10-monatigen Prozess bis zum fertigen Buch das geringste Problem. Als geübter und intuitiv geführter Schreiber stand der Endentwurf nach nur ca. zwei Monaten. Doch dann ging es erst richtig los. Die Prüfung von Rechtschreibung und Zeichensetzung sowie das Lektorat standen an. Obwohl nicht empfohlen, machte ich alles selbst, zumal der Endentwurf bereits gründlich überarbeitet war. Als nächstes musste der Text mit dem PC erfasst werden, doch vorher galt es die Geheimnisse eines guten Layouts zu erobern und mich mit einem Textverarbeitungsprogramm (OpenOffice) vertraut zu machen. Nachdem das geschafft war, eroberte ich weiteres Neuland in Gestalt einer Spracherkennungssoftware (Dragon NaturallySpeaking), denn das Tippen mit nur zwei Fingern erwies sich als zu langsam. Nach langen und immer wiederkehrenden Zeiten des Einübens und Nutzens aller Möglichkeiten des Programms gelang es mir schließlich relativ flott, den Text auf Bits und Bytes zu bannen. Wer mit zehn Fingern tippen kann, ist aber schneller und kann sich Spracherkennung sparen. Das Programm hat seine Grenzen und wird es immer haben – egal, wie viel Sie üben und wie sehr Sie sich die Zunge beim Diktieren verbiegen. Alle Kapitel als Datei in mehrfacher Sicherung gespeichert zu haben, verlieh mir erstmals ein Gefühl der Sicherheit, Licht war am Ende des Tunnels erkennbar. Und doch war es noch ein weiter Weg. Zunächst merzte ich mit Hilfe des Duden-Korrektors verbliebene Tipp- und Rechtschreibfehler aus. Danach verlangte wieder mal OpenOffice meine Aufmerksamkeit, dem Buch fehlten noch das Inhalts- und Stichwortverzeichnis. Die langen Nächte und unausgeschlafenen Tage mehrten sich. So langsam ging mir die Kondition aus, zumal das Leben nicht nur aus dem Schreiben eines Buches besteht. Die letzte große Hürde lautete Cover-Erstellung. Wieder mal arbeitete ich mich in etwas Neues ein, dieses Mal in das Bildbearbeitungsprogramm Gimp. Ich war unfähig, ein schnelles, simples Cover "hinzuhauen", es musste einfach gut sein. Ich war allerdings nicht mehr fähig, mich wirklich in aller gebotenen Tiefe in das recht anspruchsvolle Gimp einzuarbeiten. In einem Gimp-Forum bekam ich zum Glück die persönliche Hilfe eines erfahrenen Users. Mit der Bestellung einer ISBN, der Erstellung eines Strichcodes und dem Eintrag in das VLB endete die Odyssee. FazitIch kann anderen nicht wirklich empfehlen, meinen Weg zu gehen. Wer wie ich ein zwar geübter Schreiber ist, aber von Layout, Textverarbeitung/Texterfassung, Lektorat, ISBN, Strichcode, VLB und Covergestaltung keine Ahnung hat, sollte besser mit einem BOD-Buch beginnen. Erfordert zwar auch viel Eigenleistung, so manches geht aber schneller und einfacher. An der Stelle mein Dank an das BOD-Forum www.bod.de/autorenpool/, das auch Nicht-BOD-Nutzern offensteht und wo ich immer Hilfe erhielt. |
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